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Meldungen der Europa-Union Tirol

 
Freitag, 4. November 2004


Ankündigung Veranstaltung:

Am Mittwoch, 10. November 2004, 16.30 Uhr im Hörsaal 2, Gebäude der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten am Böhm-Bawerk-Platz, Universitätsstraße 15 in Innsbruck spricht der Gesandte der Schweizer Botschaft in Wien Dr. Christian Schoenenberger über den Schweizer Föderalismus.

Alle Interessierten sind natürlich herzlich eingeladen!

 


 
Montag, 30. August 2004

Ab sofort ist das Verzeichnis der Veröffentlichungen der Europa-Union Tirol online. Sie finden es unter dem Menüpunkt "Archiv".
Sollten Sie an einer Veröffentlichung interessiert sein, wenden Sie sich bitte an den Obmann (obmann@europa-union-tirol.info)!

 


 
Montag, 17. Mai 2004

Die European Constituional Group, die aus Professoren der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften besteht, hat schon in der Vergangenheit Vorschläge für eine Europäische Verfassung ausgearbeitet. Die vorliegende Kritik am Vorschlag des EU-Konvents richtet sich hauptsächlich gegen die Zentralisierungstendenz und betont die Bedeutung des Subsidiaritätsprinzips, das im Verfassungsentwurf stark eingeschränkt wird.

In den Punkten 1 -12 und 16 werden die Artikel des Verfassungsentwurfs analysiert, die die Zentralisierung weiter treiben sollen, beginnend mit der Präambel, dass Europa eine immer engere Union werden soll – letztlich also ein zentraler Einheitsstaat. Es werden dann die einzelnen Gebiete behandelt, die die Union im Gegensatz zum Subsidiaritätsprinzip in Zukunft regeln soll: Transfers, Ausbildungswesen, Sozial- und Gesundheitspolitik, Außenpolitik, Arbeitsmarkt-Regulierungen, Forschungs- und Technologiepolitik, Raumfahrts-, Energie- und Sportpolitik. Alle diese Gebiete wären besser in der Autonomie der Mitgliedsländer geblieben, höchstens eine Koordination wäre in einzelnen Fällen vorzusehen.

Welche Auswirkungen z.B. die Zentralisierung der Sozialpolitik hätte, hat vor kurzem Professor Sinn (Präsident des Ifo-Instituts München) aufgezeigt: weil jeder EU-Bürger die Sozialhilfe in anderen Staaten in Anspruch nehmen könnte, würde ein polnischer Arbeiter dumm sein, wenn er mit seiner Familie in Polen bleibt, denn in Deutschland würde er ohne Arbeit die Sozialhilfe bekommen, die dreimal so hoch iste wie sein Arbeitslohn in Polen.

Die Kritik der Constitutional Group weist weiters darauf hin, dass die Autonomie der Europäischen Zentralbank eingeschränkt werden soll. Das bedeutet angesichts des schon heute von den großen Staaten verletzten Stabilitätspaktes, dass in Zukunft eine Inflation nicht mehr ausgeschlossen werden kann.

Die Autonomie der einzelnen Staaten, ihre Probleme selber zu lösen, wird weiters dadurch eingeschränkt, dass das Mehrheitsprinzip ausgedehnt und das Quorum für eine qualifizierte Mehrheit von 72 auf 60% verringert wird. Dadurch können z.B. Entscheidungen über die Strukturfonds, die Industriepolitik und „öffentliche Dienste“ von der EU getroffen werden, die zum Teil sogar die Wettbewerbspolitik der EU durchkreuzen könnten.

Die Möglichkeiten, diese Zentralisierungstendenzen zu stoppen oder sogar Bereiche zu dezentralisieren, werden systematisch eingeschränkt, die Constitutional Group hatte dagegen vorgeschlagen, eine zweite Kammer des Europäischen Parlaments, die aus Vertretern der nationalen Parlamente zusammengesetzt ist, sollte auf die Einhaltung der Subsidiarität wachen.

Gelobt wird dagegen die Schaffung eines fairen Austrittsverfahrens, denn allein die Möglichkeit des Austritts wird zu starke Beeinträchtigungen von wesentlichen Interessen einzelner Länder verhindern können.

 

Lesen Sie hier die Stellungnahme der Constitutional Group.
(Quelle: "Economic Affairs", März 2004)

 


 
Montag, 10. Mai 2004

Der Südtiroler Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder hatte vor mehreren Jahren bei einem Vortrag an der Universität Innsbruck erklärt, er empfehle jedem Südtiroler, der Wirtschaft oder Rechtswissenschaft studieren möchte, das nicht in Innsbruck, sondern in Italien zu tun(!).
Diesbezüglich scheint es bei Durnwalder einen erfreulichen Sinneswandel gegeben zu haben.

Lesen Sie hier die Stellungnahme der Europa-Union Tirol.

 


 
Montag, 10. Mai 2004

Im April sprach Dr. Richard Piock auf Einladung der EUT in Bozen zum Thema:

   "Heimat und Identität  - 
     Grundlagen einer werteorientierten Politik Tirols in einem erweiterten Europa"

Der Vortrag liegt nun in schriftlicher Form vor: lesen Sie hier den Vortrag. 

 


 
Mittwoch, 4. Februar 2004

Im Rahmen der jährlichen Vollversammlung hielt Prof. Dr. Peter Pernthaler (ehem. Vorstand des Institutes für Föderalismus) am 23. Jänner einen Vortrag zum Thema:
   "Die Zukunft der Tiroler Identität in Europa"

Dieser Vortrag liegt nun in schriftlicher Form vor: lesen Sie hier den Vortrag.
 

 
Sonntag, 25. Jänner 2004

Auf ihrer Vollversammlung haben die Mitglieder der Europa-Union Tirol beschlossen, eine Petition von Bundesminister a.D. Prof. Hans R. Klecatsky an den Tiroler Landtag bezüglich der Aufnahme einer Bestimmung in die neue Bundesverfassung, in welcher sich die "Republik Österreich zur  Wahrung und Entfaltung der Selbstbestimmung des vom Land Tirol abgetrennten Tiroler Volkes" bekennt mit aller Kraft zu unterstützen und voranzutreiben.

Lesen sie hier die Petition.

Lesen Sie im Laufe der kommenden Woche hier den Bericht zum hervorragenden Vortrag von Prof. Dr. Peter Pernthaler.